VORSCHLAG

Angesichts äußerster Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz der Menschheit und der Unmöglichkeit, die Mächte, die Massenvernichtungswaffen produzieren und verkaufen, zur Einstellung dieses todbringenden Geschäfts aufzufordern, schlage ich vor, um diesen Tätigkeitsbereich zu regeln, Folgendes vor:

1. Bei Vertragsschluss über Waffenhandel müssen die betreffenden Staaten als eine vorrangige verbindliche Bedingung den Erwerb von Waffen nur zwecks SELBSTVERTEIDIGUNG zulassen.
Bekanntlich existieren ähnliche Postulate in internationalen Verträgen über Waffenhandel, es ist aber auch bekannt, dass diese Verpflichtungen kaum erfüllt werden und in eine Art Ethikpropaganda ausarten. Die Staaten, die Waffen kaufen, geben ihren eigenen Interessen immer den Vorzug vor der Moral, deren Existenz überhaupt in Frage gestellt wird.

2. Ohne mich in zahlreiche haarstäubende Beispiele zu vertiefen, an denen unsere Wirklichkeit so reich ist, und ohne ausführlich zu argumentieren, schlage ich Folgendes vor:
Das Land (die Länder), das todbringende Waffen produziert (produzieren), u. a. auch solche, die zwar nicht als „Massenvernichtungswaffen“ qualifiziert, aber zu demselben Zweck verwendet werden und den Menschen, gegen die sie sich richten, unermessliches Leid zufügen, sowie das Land (die Länder), das (die) diese Waffen für aggressive Angriffe sowie Terrorismus, Völkermord, Entfachung religiösen Hasses und Intoleranz gegenüber anderen Völkern einsetzt (einsetzen), sollten dazu gezwungen werden (wenn dies laut aktuellem internationalem Völkerrecht möglich ist oder wenn dafür die bestehenden Verträge und Abkommen zu vervollkommnen sind), ihr ganzes Kriegspotential zu liquidieren. Eine Kontrolle über die Erfüllung dieser Verpflichtungen sollte eine professionelle und angesehene internationale Kommission ausüben, die dafür absolute Befugnisse und Mechanismen bekommen sollte; eine solche Kommission könnte im Rahmen der UNO oder auch außerhalb dieser handeln.

Diese Liquidierung kann in unterschiedlichen Formen erfolgen, wobei die Anforderungen betreffender Gesetze oder die betreffenden Punkte der Verträge, die Gesetzeskraft haben, strikt zu befolgen wären. Der Erlös aus dem Waffenhandel sollte in Bereiche der Wirtschaft, Bildung, Kultur des betreffenden Landes investiert werden, um den Wohlstand der Bevölkerung zu fördern. Die Sicherheit des betreffenden Landes sollte dieselbe internationale Kommission garantieren.

3. Es wäre wünschenswert, wenn gerade Armenien eine solche Initiative ergreifen und in der Welt, wo die friedliche Koexistenz unmöglich geworden ist, den Weg zur Lösung dieses globalen Problems weisen würde; dafür sollte Armenien diese Frage zur Erörterung durch die Öffentlichkeit aller Länder stellen und die Sicherheit darüber zum Ausdruck bringen, dass es möglich ist, eine internationale Massenbewegung gegen militärische Aggression, Genozid ins Leben zu rufen, zumal unser Land als Vorreiter im Kampf gegen den Völkermord anerkannt ist.

Razmik Davoyan
18.04.16